Klimawandel und das Fachgeschäftesterben

Der Beweis: Klimawandel ist definitiv nicht für das Fachgeschäftesterben verantwortlich – die unverschämte Spreizung der Endverbraucherpreise schon.

Hier ein kleines Beispiel (wer Lust hat greift zum Taschenrechner und übt das Prozentrechnen).
Das kleine Original-SONY-Zubehörteil für die Adaption von Blitzzubehör kann ich via Amazon für 24,25 Euro bekommen (ohne Versandkosten). Den chinesischen Klon von YONGNUO für 7,97 Euro (ohne Versandkosten).

Im Fachhandel habe ich heute 39,95 Euro für das Teil hingelegt.
Stimmt – Angebot und Nachfrage regeln den Preis auch noch im postkapitalistischen Zeitalter.

Natürlich gebe ich zu, dass hier die Nachfrageseite für das Zustandekommen eines hahnebüchenen Deals verantwortlich gewesen ist. Genausogut hätte ich mir das Teil aus dem Reich der Mitte für wenige Cents rechtzeitig bestellen können.

Warum das Ganze? Nun – am WE sitzen sechs Fotografen in unseren Studioräumen. Die haben für einen zweitägigen Studiokurs bezahlt, bei dem sie lernen sollen, wie man als Fotograf schöne Portraits anfertigt.

Aber wehe, da kommt auch nur einer mit einer SONY-DSLR die keinen ISO-Blitzschuh hat. Der wäre dann “not amused” und könnte die ganze Angelegenheit vergessen. Wenn – ja, wenn ich heute nicht das Fachgeschäftesterben mit einer wesentlichen Spende aufgehalten hätte.

P.S. Vor Ort war ich sowieso. Die “per-Pedes”-CO2-Emission somit vernachlässigbar und der Klimawandel kann sich auch nicht beschweren.

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