Spiegel ade…

Wenn ich “Mr. Nikon oder Herr Canon” wäre…
und mich in schlaflosen Nächten mit den weltweit absackenden Umsatzzahlen meiner Premiumkameras beschäftigen müsste:

Mit Blick auf den neuen großen Konkurrenten im eigenen Lager (“It’s a SONY”) und dessen Kamerainnovationen im High-End-Bereich würde ich sofort den Wecker an die Wand werfen (“schon wieder verschlafen!”).

Und am nächsten Morgen die komplette Entwicklungsmannschaft antreten lassen.

Klare CEO-Vorgabe von mir wäre der Projektauftrag zur Entwicklung einer Kamera im Profisegment (Full Size Sensor), die sämtliche Vorteile einer Systemkamera mit der bewährten Kameratechnik (unter Einbeziehung des vorhandenen Objektiv-/Zubehörparks) verbindet.

SONY machte und macht es erfolgreich vor, auch wenn ich die Miniaturisierung der A7er-Reihe als Modeerscheinung verabscheue. Ein offenblendiges Hochleistungsobjekiv für das Kleinbildformat bringt viel Gewicht und Volumen mit, und wenn ich die linke Hand als Objektivhalter verschwenden muss fehlen mir 50% der Möglichkeiten zur Kamerabedienung.

Weg vom optischen Sucher, weg vom Klapp(er)spiegel-Kabinett und hin zu einer elektronischen Sucherqualität die auch den machbar hohen ISO-Zahlen (“Nachtsichtgerät”) gerecht wird.

Im EVF meiner fujifilm X-T1 sehe ich das fertige Bild bereits vor der Aufnahme. Auf Wunsch bereits unter Einbeziehung aller Verarbeitungsparameter für die jpg-engine.

Die neue Kameralinie würde sich gut vermarkten lassen.
Und wäre eine wirkliche Innovation statt des krampfhaften Versuchs, ein erfolgreiches Profimodell zur Astrokamera zu kastrieren.

Sonst schauen die arrivierten Noch-Marktführer statt in die Sterne in den Auspuff eines Medienkonzerns, der sich noch vor wenigen Jahren Jahren ausschließlich im Audio-/Videobereich seine Sporen verdiente.

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